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Field Report
Field Report zur Reparaturplanung V4
Umfang
6 Seiten
Format
PDF-Ressource
Veröffentlicht
Seit der Markteinführung von RepairLogic im Herbst 2022 haben wir landesweit fast 10.000 Reparaturfachkräfte begrüsst. Diese Fachkräfte erstellen Reparaturpläne in beeindruckendem Tempo und profitieren von einer besseren OEM-Recherche und Reparaturplanung.
In früheren Field Reports haben wir das Feedback von Reparaturfachkräften sowie einzigartige Erkenntnisse aus Reparaturverfahren und Nutzungsdaten herangezogen, um Folgendes zu verstehen:
Erfolgsfaktoren für eine effiziente OEM-Recherche und Reparaturplanung
Auswirkungen einer vollständigen Reparaturplanung auf die Teileidentifikation
Wie sich Reparaturinformationen durch zunehmend komplexe Reparaturen und den Vormarsch von Elektrofahrzeugen verändern
In dieser Ausgabe gehen wir noch einen Schritt weiter und untersuchen anhand direkter Rückmeldungen aus unserem Netzwerk von Reparaturfachkräften, welche weiterreichenden Vorteile eine umfassende Reparaturrecherche mit sich bringt. Die wichtigsten Themen dieser Ausgabe:
Die Auswirkungen von RepairLogic auf die Häufigkeit der OEM-Recherche
Die Auswirkungen von RepairLogic auf die Tiefe der OEM-Recherche
Die Vereinfachung der Aus- und Weiterbildung für Branchenneulinge
Wie das Metropolitan Community College RepairLogic nutzt, um angehende Fachkräfte für Unfallreparatur auszubilden und zu schulen
Freigeschaltet. Sie können über die Option am Seitenende eine Kopie speichern.
Umfang der Umfrage
213 Reparaturbetriebe
307 Reparaturfachkräfte
48% Betriebsleitung
47% Sachbearbeiter/Reparaturplaner
5% Techniker
Chart data
Umfang der Umfrage — data
Category
Umfrageteilnehmer
Betriebsleitung
48%
Sachbearbeiter/Reparaturplaner
47%
Techniker
5%
Umfang der Systemdaten
Reparaturfachkräfte
9,832
Reparaturpläne
150K+
Auswirkungen von RepairLogic auf die Recherchequote
In der Branche herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Reparaturverfahren nicht so häufig genutzt werden, wie es eigentlich nötig wäre. Noch 2020 ergab die Studie „Who Pays for What?“ von Collision Advice, dass nur 52 % der Reparaturbetriebe meistens oder immer OEM-Reparaturverfahren nutzten. In Gesprächen mit Reparaturfachkräften wird als häufigster Grund dafür, keine OEM-Reparaturverfahren zu nutzen, genannt, dass die Recherche schlicht zu lange dauert.
Um zu sichereren Reparaturen beizutragen, hat sich das Team Advanced Repair Technologies von OEC darauf konzentriert, OEM-Reparaturverfahren schneller und einfacher nutzbar zu machen. Ziel war es, die Nutzung der Reparaturverfahren der Hersteller zu steigern. Wie wir bereits im Field Report V2 gezeigt haben, ist RepairLogic mehr als doppelt so schnell wie herkömmliche Prozesse.
Vor diesem Hintergrund wollte unser Team herausfinden, ob diese Zeitersparnis Reparaturbetriebe dazu bewegt, häufiger zu recherchieren als zuvor. In unserer Umfrage baten wir Reparaturbetriebe, selbst anzugeben, bei welchem Anteil ihrer Aufträge sie Reparaturverfahren genutzt haben, bevor sie zu RepairLogic kamen, und bei welchem Anteil sie diese heute nutzen. Insgesamt stieg die durchschnittliche Nutzung von OEM-Reparaturverfahren um 20 %.
Am deutlichsten fielen diese Zuwächse bei Betrieben aus, die anfangs bei weniger als der Hälfte ihrer Aufträge recherchiert hatten. Von diesen Befragten berichteten 56 % von einem signifikanten Anstieg ihrer Recherchequote¹. Während Betriebe, für die die OEM-Recherche noch relativ neu war, die grössten Zuwächse verzeichneten, konnten auch Betriebe, die bereits mit etablierteren Recherchepraktiken zu RepairLogic kamen, ihre Recherchequote weiter steigern. Nach dem Plattformwechsel erreichten Betriebe mit einer um 66 % höheren Wahrscheinlichkeit den Status „Best-in-Class“ – das heisst, sie nutzen Reparaturverfahren bei mindestens 80 % ihrer Aufträge. Aus Einzelgesprächen wissen wir, dass dies häufig darauf zurückzuführen ist, dass sie selbst bei den einfachsten Aufträgen recherchieren, um sicherzugehen, dass sie keine Kalibrierungen, Einwegteile oder sonstigen unerwarteten Reparaturanforderungen übersehen.
66 % höhere Wahrscheinlichkeit, dass Betriebe den Status „Best-in-Class“ erreichen
Ausgangsniveau
Anteil mit signifikanter Verbesserung
Anteil, der Best-in-Class erreichte
Weniger als 20 % der ROs
54 %
14 %
Zwischen 20 % und 40 %
57 %
16 %
Zwischen 40 % und 60 %
39 %
26 %
Zwischen 60 % und 80 %
40 %
40 %
Gesamt
37 %
38 %
Weniger als 20 % der ROs
Anteil mit signifikanter Verbesserung
54 %
Anteil, der Best-in-Class erreichte
14 %
Zwischen 20 % und 40 %
Anteil mit signifikanter Verbesserung
57 %
Anteil, der Best-in-Class erreichte
16 %
Zwischen 40 % und 60 %
Anteil mit signifikanter Verbesserung
39 %
Anteil, der Best-in-Class erreichte
26 %
Zwischen 60 % und 80 %
Anteil mit signifikanter Verbesserung
40 %
Anteil, der Best-in-Class erreichte
40 %
Gesamt
Anteil mit signifikanter Verbesserung
37 %
Anteil, der Best-in-Class erreichte
38 %
Angesichts dieser Ergebnisse kommen wir zu dem Schluss, dass technologische Fortschritte Reparaturbetriebe in die Lage versetzen, häufiger als bisher OEM-Recherchen durchzuführen. Heute geben 61 % der von Collision Advice Befragten an, bei den meisten oder allen Reparaturen OEM-Reparaturverfahren zu nutzen – ein weiterer Beleg für diese Verbesserung. Die Branche bewegt sich hin zu einer regelmässigeren OEM-Recherche, und OEC trägt zu diesem Wandel bei.
Die Befragten sollten die Häufigkeit ihrer Nutzung von Reparaturverfahren angeben, indem sie eine von fünf Kategorien mit Spannen von jeweils 20 % auswählten. Der Begriff „signifikant“ bezeichnet den Wechsel aus der bisherigen Kategorie in eine höhere Kategorie.
Auswirkungen der Technologie auf die Recherchepraxis
Im vorherigen Abschnitt haben wir gezeigt, wie RepairLogic Betrieben geholfen hat, die Häufigkeit ihrer OEM-Recherche zu steigern. Doch die Häufigkeit ist nur ein Teil der Gleichung – die Tiefe der Recherche ist mindestens ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger. Wenn Betriebe für eine Reparatur nur ein einziges Reparaturverfahren heranziehen, übersehen sie wahrscheinlich wichtige Aspekte der Reparatur. Im Field Report V2 haben wir gezeigt, dass Betriebe bei einer umfassenden Recherche regelmässig Kalibrierungen und Einwegteile finden, die sie sonst übersehen hätten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, warum eine umfassende Reparaturrecherche für eine sichere und fachgerechte Reparatur unerlässlich ist.
RepairLogic wurde entwickelt, um einen Grossteil des Reparaturplanungsprozesses zu automatisieren: Sobald ein einzelnes Reparaturverfahren zum Reparaturplan hinzugefügt wird, werden alle damit verknüpften zusätzlichen Reparaturverfahren sichtbar. Ziel war es, eine umfassende Recherche zu vereinfachen und Reparaturbetriebe dazu zu bewegen, über die einfache Nutzung von Reparaturverfahren per „Basissuche“ hinauszugehen.
In unserer Umfrage gaben Reparaturbetriebe selbst an, wie tiefgehend sie Reparaturverfahren vor der Einführung von RepairLogic genutzt haben und wie tiefgehend sie seit dem Wechsel recherchieren. Von den Nutzern, die anfangs nur die „Basissuche“ verwendeten, gaben 37 % an, nach dem Wechsel zu einer umfassenden Reparaturrecherche und sogar zur Reparaturplanung übergegangen zu sein.
Diese Verbesserung hat – zusammen mit kleineren Verbesserungen bei Betrieben, die bereits umfassend recherchierten – drastische Auswirkungen auf die Reparaturergebnisse. 77 % der Befragten gaben an, bei der Recherche Reparaturverfahren und Arbeitsschritte gefunden zu haben, die sie sonst übersehen hätten.
77 % der Befragten gaben an, bei der Recherche Reparaturverfahren und Arbeitsschritte gefunden zu haben, die sie sonst übersehen hätten
Auf die Frage, welche Arten zusätzlicher Reparaturverfahren sie identifizierten, fielen die Antworten überraschend aus. Aus- und Einbauverfahren sind die am häufigsten übersehenen zusätzlichen Reparaturverfahren. Wenn Sie beispielsweise bei einem Ford Escape (Baujahr 2023) die hintere Seitenwand entfernen, müssen Sie auch das Insassenrückhaltesystem stromlos schalten sowie den hinteren Stossfänger und die äussere Verkleidung der Dachzierleiste ausbauen. Die folgende Grafik zeigt die weiteren wichtigsten Arten von Reparaturverfahren, die Reparaturbetriebe jetzt häufiger erkennen:
Die häufigsten Arten zusätzlicher Reparaturverfahren:
Aus- und Einbau
Kalibrierungen und Anlernvorgänge
Einwegteile
Prüfungen
Teilersatz
Opferteile
Technologie beschleunigt die Aus- und Weiterbildung
Der Mangel an Technikern ist derzeit branchenweit ein viel diskutiertes Thema. 2023 stellte TechForce fest, dass in der Unfallreparaturbranche über 31.000 neue Techniker benötigt werden. Der Personalmangel in der Unfallreparatur betrifft jedoch nicht nur Techniker: Laut einer Umfrage von Collision Advice aus dem Jahr 2021 benötigen zu jedem beliebigen Zeitpunkt 19 % der Reparaturbetriebe einen Sachbearbeiter.
Dieser Mangel ist vor allem auf eine alternde Belegschaft zurückzuführen – fast 70 % der Fachkräfte in der Unfallreparatur sind über 50 Jahre alt – und wird durch die hohe Fluktuation in der Branche noch verschärft. Die Branche braucht dringend mehr junge Reparaturfachkräfte, doch diese sind in der Regel neu in der Branche und benötigen eine umfangreiche Schulung. Laut Branchenschulungsberater Paul Gage kann diese Schulung Betriebe enorm viel kosten – die Hälfte des Jahresgehalts der neuen Fachkraft oder mehr.
“Fast 70 % der Fachkräfte in der Unfallreparatur sind über 50 Jahre alt”
Das Team Advanced Repair Technologies von OEC wollte hier für Entlastung sorgen, indem es die Schulung neuer Sachbearbeiter erleichtert. Durch die Vereinfachung des OEM-Rechercheprozesses macht es RepairLogic neuen Sachbearbeitern deutlich leichter, die Reparaturrecherche zu erlernen.
Die meisten Reparaturfachkräfte, die RepairLogic derzeit nutzen, bestätigen genau das. 74 % der Befragten gaben an, dass die Plattform ihrer Meinung nach die Reparaturrecherche für neue Sachbearbeiter vereinfacht hat. Auch unsere internen Plattformdaten stützen diese Aussage. Mit Stand Juli 2024 erreichte ein neu angelegter RepairLogic-Nutzer im Durchschnitt in weniger als zwei Wochen den aktiven Status (Reparaturpläne an 4 verschiedenen Tagen erstellt). Diese Anwender – eine Mischung aus neuen und erfahrenen Reparaturfachkräften – arbeiten sich durchweg schnell ein.
74 % der neuen Sachbearbeiter bestätigten, dass RepairLogic die Reparaturrecherche vereinfacht hat
“RepairLogic macht es neuen Sachbearbeitern deutlich leichter, die Reparaturrecherche zu erlernen.”
Metropolitan Community College nutzt RepairLogic zur Ausbildung und Schulung angehender Fachkräfte für Unfallreparatur
Die Reparaturplanungsplattform RepairLogic vereinfacht die Recherche von OEM-Reparaturverfahren und stellt sicher, dass die Studierenden lernen, sichere, gleichbleibende und hochwertige Fahrzeugreparaturen durchzuführen.
Joe Baker leitet das Programm Auto Collision Technology am Metropolitan Community College (MCC), an dem jedes Quartal 85 Studierende ausgebildet werden. Der Lehrplan ist darauf ausgerichtet, die Studierenden mit dem neuesten Branchenwissen auf den Berufseinstieg vorzubereiten – mit Schwerpunkt auf der korrekten Anwendung von OEM-Reparaturverfahren für sichere und präzise Reparaturen.
Joe und sein Ausbilderteam setzen sich mit Leidenschaft dafür ein, allen Studierenden diese entscheidenden Reparaturkompetenzen zu vermitteln, und betonen, wie wichtig es ist, bei jedem Auftrag die OEM-Reparaturverfahren einzuhalten. So schliessen die Studierenden ihre Ausbildung sowohl mit technischem Können als auch mit einem soliden Fundament in Sicherheits- und Qualitätsstandards ab.
Bisherige Herausforderungen
Bevor RepairLogic in den Lehrplan integriert wurde, setzte das MCC für Schulungszwecke eine Aggregator-Plattform für Reparaturverfahren ein. Diese Plattform sorgte jedoch bei Ausbildern wie Studierenden häufig für Verwirrung. Durch den Aufbau des Systems waren relevante Reparaturverfahren schwer zu finden, und die Ausbilder hatten oft das Gefühl, dass bestimmte Schritte in der Oberfläche „versteckt“ waren. Das kostete sowohl beim Lehren als auch beim Lernen unnötig Zeit.
“Joe und sein Team setzen sich mit Leidenschaft dafür ein, allen Studierenden entscheidende Reparaturkompetenzen zu vermitteln, und betonen, wie wichtig es ist, die OEM-Reparaturverfahren einzuhalten”
Ausserdem fehlte der Plattform eine „Speichern“-Funktion, sodass die Studierenden dieselben Reparaturverfahren oft mehrfach neu suchen mussten. Am bedenklichsten war, dass dem System – ursprünglich für mechanische Reparaturen konzipiert – wichtige Informationen für Unfallreparaturen fehlten, wodurch kritische Lücken in der Ausbildung entstanden.
Now for the Easy Part
Auf der IBIS USA Conference 2022 hörte Joe von RepairLogic und dessen Potenzial, den Zugang zu Reparaturverfahren zu verbessern. Joe beschloss, RepairLogic in den Lehrplan des MCC aufzunehmen – in der Hoffnung, damit die Probleme zu lösen, auf die sein Team und seine Studierenden mit dem bisherigen System gestossen waren.
Die Ausbilder bemerkten sofort, wie viel einfacher sich Reparaturverfahren mit RepairLogic finden liessen. Ein Ausbilder sagte: „Man klickt auf das Fahrzeugteil, das man repariert, und bekommt alles angezeigt, was man braucht.“ Das intuitive Design des Tools sorgte für weniger Verwirrung und sparte im Unterricht viel Zeit.
Auch die Studierenden am MCC fanden RepairLogic einfacher zu bedienen. Bereits nach einer einzigen Schulung konnten sie das System selbstständig nutzen und benötigten kaum Unterstützung durch die Ausbilder. Joe beobachtete, dass viele Studierende das Tool nach wenigen Anwendungen sogar besser beherrschten als die Ausbilder. Die Einfachheit von RepairLogic erleichterte die Ausbildung der Studierenden. Joe ist überzeugt, dass sich dieser Vorteil auf den Werkstattalltag übertragen lässt, wo auch weniger erfahrene Ausbilder das System als ebenso benutzerfreundlich empfinden werden.
Ausblick
Für Joe ist RepairLogic mehr als nur ein Lehrmittel – es ist ein Weg zu sichereren und besser qualifizierten Fachkräften in der Unfallreparatur. Indem er den Studierenden Zugang zu einer Plattform verschafft, die das Auffinden und Befolgen von OEM-Reparaturverfahren vereinfacht, ist Joe zuversichtlich, ihnen das Wissen und die Werkzeuge mitzugeben, die sie brauchen, um Fahrzeuge während ihrer gesamten Laufbahn fachgerecht zu reparieren.
RepairLogic hat die Art und Weise, wie das MCC Unfallreparatur lehrt, grundlegend verändert. Indem das Tool den Rechercheprozess vereinfacht und sicherstellt, dass die Studierenden OEM-Reparaturverfahren leicht finden und befolgen können, erleichtert es den Ausbildern die Arbeit und hilft den Studierenden, Vertrauen in ihre Fähigkeiten aufzubauen.
Joe Baker und sein Team halten RepairLogic für eine unschätzbar wertvolle Ressource bei der Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften in der Unfallreparatur, die zu einer sichereren und effizienteren Branche beiträgt. Joe bringt es so auf den Punkt: „Wenn man jungen Technikern die Technologie an die Hand gibt, mit der sie lernen, ein Auto richtig zu reparieren, dann werden sie es auch tun.“
Weitere Partnerschaften von OEC mit Berufsschulen
OEC hat bereits mit mehreren Berufsschulen zusammengearbeitet, darunter das MCC. An diesen Schulen gaben die Studierenden Folgendes an:
7,5/10 durchschnittliche Bewertung der Benutzerfreundlichkeit
8/10 durchschnittliche Bewertung der Geschwindigkeit
8/10 durchschnittlich wahrgenommener Nutzen für Schulen
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Redaktion: Emily Vaeth, Dylan Richardson, Ari Scheller & Bryan Coffelt
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