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Die Entwicklung der Reparaturplanung

Da OEM-Reparaturverfahren immer zahlreicher werden und sich weiterentwickeln, wird die Reparaturplanung komplexer und im gesamten Reparaturprozess sichtbarer. Hier erfahren Sie, was sich ändert und was das heute für Karosseriewerkstätten bedeutet.

Die Entwicklung der Reparaturplanung

Die Reparaturplanung sah nicht immer so aus wie heute. Lange Zeit war sie ein weitgehend interner Prozess. Karosseriewerkstätten verließen sich auf Erfahrung, auf die Einschätzung der Sachbearbeiter und auf ein allgemeines Verständnis davon, wie Reparaturen auszuführen sind. Dieser Ansatz funktionierte, solange Fahrzeuge einfacher und die Erwartungen geringer waren. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Die Reparaturplanung hat einen deutlichen Wandel durchlaufen

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Reparaturplanung über mehrere klar unterscheidbare Phasen entwickelt. Sie begann als prozessorientierte Tätigkeit mit dem Fokus auf besseren Kostenvoranschlägen und mehr Effizienz im Betrieb. Von dort ging sie in einen stärker strukturierten Ansatz über, bei dem Konsistenz und Vollständigkeit zum Ziel wurden. Heute sieht sie völlig anders aus.

Tanya Sweetland, Senior VP of Collision bei OEC, erklärte dazu: „Wenn wir zehn Jahre oder etwas weiter zurückdenken, war Reparaturplanung eigentlich kein Thema. In Karosseriewerkstätten gab es zwar Formulierungen und Schilder mit dem Wort Reparaturplanung, aber das war eher das Bewerben einer Idee als eine echte Disziplin. Und definiert war sie ganz sicher nicht. Wenn man also vor zehn oder fünfzehn Jahren über Reparaturplanung sprach, hatte vermutlich jeder seine eigene Definition im Kopf und wir sprachen nicht dieselbe Sprache.“

Die Reparaturplanung wird heute maßgeblich von OEM-Reparaturverfahren bestimmt, mit einem deutlich stärkeren Gewicht auf Genauigkeit, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit. Dieser Wandel vollzog sich nicht auf einen Schlag, aber die Erwartungen haben sich schnell verändert.

Hören Sie direkt von OEMs, Branchenführern und Reparaturexperten, wie sich die Reparaturplanung verändert.

Die Menge an OEM-Informationen hat alles verändert

Einer der größten Treiber dieses Wandels ist die schiere Menge an OEM-Reparaturinformationen. Allein im vergangenen Jahr:

  • Über 14 Millionen OEM-Reparaturverfahren standen markenübergreifend zur Verfügung
  • 7,5 Millionen Reparaturverfahren wurden aktualisiert
  • Hunderttausende neue Reparaturverfahren kamen hinzu

Daraus ergibt sich eine neue Realität für Karosseriewerkstätten. Selbst erfahrene Teams können sich nicht auf ihr Gedächtnis oder auf frühere Reparaturen verlassen. Die Informationen ändern sich ständig und schon ein einziger übersehener Schritt kann sich auf die gesamte Reparatur auswirken. Mary Mahoney von der Collision Engineering Career Alliance erläuterte: „Fortschritte in der Fahrzeugtechnik – vom autonomen Fahren bis hin zu Elektroantrieben – haben die Fähigkeiten, die für Bau und Reparatur moderner Fahrzeuge nötig sind, grundlegend verändert. Gleichzeitig erleben wir eine neue Generation von Technikern, die in den Beruf einsteigt und Seite an Seite mit erfahrenen Fachkräften arbeitet, die sich nun auf Fahrzeuge einstellen müssen, die völlig anders aussehen können als die, an denen sie ursprünglich ausgebildet wurden. Daraus erwächst für uns alle die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Techniker richtig geschult sind, Fahrzeuge sicher zu reparieren und die korrekten Reparaturverfahren einzuhalten, um den sich wandelnden Anforderungen der Unfallreparaturbranche gerecht zu werden.“

OEM-Recherche wird heute erwartet, sie ist keine Option mehr

Mit der Weiterentwicklung der Reparaturplanung sind auch die Erwartungen daran gestiegen. OEM-Zertifizierungsprogramme verlangen inzwischen den Nachweis, dass die Reparaturverfahren abgerufen wurden. Versicherer legen mehr Wert auf eine ordnungsgemäße Dokumentation. Selbst Schulungsprogramme beginnen, die Reparaturplanung in ihre Lehrpläne aufzunehmen. Was bedeutet das für Karosseriewerkstätten? Reparaturplanung dient längst nicht mehr nur der internen Prozessverbesserung. Sie wird inzwischen auch von außen bewertet.

Jennifer Boyer von der Ford Motor Company merkte an: „Die Fahrzeuge sind kompliziert und alles beginnt mit dem Reparaturplan, damit die richtige Reparatur geliefert wird.“ Aus OEM-Sicht wurden die Reparaturverfahren, obwohl sie breit verfügbar waren, nicht immer konsequent genutzt. Boyer erklärte: „Reparaturpläne wurden jedoch nicht durchgängig eingesetzt. Und es wurde sehr deutlich, dass wir die Art und Weise modernisieren müssen, wie wir Reparaturverfahren für den Markt bereitstellen, und dass wir sie wirklich als Reparaturplan verstehen müssen.“

Warum die Dokumentation mehr Aufmerksamkeit erhält

Mit mehr Komplexität und mehr Kontrolle ist die Dokumentation zu einem größeren Thema geworden. Dabei geht es nicht nur um interne Abläufe. Es geht darum, wie Reparaturen von Kunden, Versicherern und OEMs verstanden werden. „Kunden erwarten Transparenz“, sagt Jennifer Boyer. „Vermitteln zu können, wie ein Fahrzeug repariert wurde, ist wichtig, denn wenn ein Fahrzeug nicht fachgerecht repariert wird und der Kunde kein Vertrauen fasst, wird das zum Anlass, sich von der Marke abzuwenden.“

Von Karosseriewerkstätten wird heute erwartet, dass sie:

  • nachweisen, welche Reparaturverfahren befolgt wurden
  • erläutern, warum bestimmte Arbeitsschritte erforderlich waren
  • eine klare Dokumentation der Reparatur führen

Die Dokumentation unterstützt die Einhaltung der Vorgaben, verringert zugleich Unklarheiten zwischen den Teams und verbessert die Kommunikation mit den Versicherern.

Sehen Sie im aktuellen Repair Planning Field Report, wie sich diese Entwicklungen in den Betrieben zeigen.

Was das heute für Karosseriewerkstätten bedeutet

RepairLogic-Bildschirm mit Reparaturverfahren

Die größte Veränderung liegt nicht nur darin, wie Reparaturen geplant werden, sondern darin, was die Reparaturplanung leisten soll. Sie spielt heute eine Rolle bei:

  • der Unterstützung von Reparaturentscheidungen
  • der internen Abstimmung der Teams
  • der Kommunikation mit Versicherern
  • der Einhaltung von Qualitätsstandards bei der Reparatur

Karosseriewerkstätten, die die Reparaturplanung noch genauso angehen wie vor einigen Jahren, spüren allmählich den Abstand.

Wohin sich die Reparaturplanung als Nächstes entwickelt

Die Branche bewegt sich weiter in Richtung stärker vernetzter, OEM-gestützter Arbeitsabläufe, zu denen gehören:

  • Zugriff auf Reparaturverfahren direkt im Kalkulationssystem
  • VIN-spezifische Reparaturhinweise
  • bessere Verzahnung von Planung, Dokumentation und Ausführung

Mit dem Ausbau dieser Möglichkeiten wird die Reparaturplanung noch stärker in den Mittelpunkt der täglichen Arbeit rücken.

Einen tieferen Einblick, wie sich die Reparaturplanung branchenweit verändert, erhalten Sie im Webinar The Evolution of Repair Planning.

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