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Einblicke in die Kfz-Branche: Q&A mit einer OEC-Expertin

Stephany Love, OEC-Expertin für die Kfz-Reparaturbranche, teilt ihre Einschätzung dazu, wie aktuelle Markttrends, Inflation und das Kundenverhalten Kfz-Werkstätten beeinflussen.

Einblicke in die Kfz-Branche: Q&A mit einer OEC-Expertin

Einer der auffälligsten Trends ist, dass die Menschen ihre Autos länger fahren als je zuvor. Verbraucher verlängern die Lebensdauer ihrer Fahrzeuge und besitzen gleichzeitig häufig mehr als ein Fahrzeug. Die Neuwagenverkäufe erreichen wieder das Niveau von vor der Pandemie, doch Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit – gerade mit Blick auf die bevorstehende Wahl – beeinflussen stark, ob Menschen Geld für Reparaturen und auch für die routinemäßige Wartung ausgeben.

Wie wirkt sich dieser Trend auf mechanische Reparaturen und Unfallreparaturen aus?

Im Jahresvergleich ist die Zahl der Reparaturen bei vielen Betrieben zurückgegangen, was sich spürbar auf die gesamte Branche auswirkt. Diese Abschwächung begann etwa Mitte 2024 und ist Teil eines größeren Gesamttrends. Kunden achten deutlich stärker auf den Preis und Werkstätten müssen sich darauf einstellen. Auch Aktionen von OEM gewinnen an Bedeutung—sie helfen Werkstätten, hochwertige Teile zu besseren Preisen anzubieten.

Was sind die größten Herausforderungen für Werkstätten bei der Teilebeschaffung?

Teile bezahlbar zu beschaffen, ist für Werkstätten zu einer echten Herausforderung geworden. Sie wollen weiterhin hochwertige Arbeit leisten, müssen dabei aber Teile finden, die das Budget nicht sprengen. Viele Werkstätten sagen, dass sie stärker auf Aktionen und Rabatte setzen—ob von OEMs oder von Lieferanten—um weiterhin erstklassige Reparaturen anzubieten und dabei die Kosten im Griff zu behalten.

Teile bezahlbar zu beschaffen, ist für Werkstätten zu einer echten Herausforderung geworden.

Wie passen Werkstätten ihre Marketingstrategien an den Rückgang des Servicevolumens an?

Marketing ist jetzt noch wichtiger geworden. Werkstätten arbeiten hart daran, neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. RepairLink zum Beispiel ist für Werkstätten eine große Hilfe, weil es über Sonderaktionen Zugang zu vergünstigten OEM-Teilen bietet. Diese Angebote halten Werkstätten wettbewerbsfähig und stellen zugleich sicher, dass Kunden weiterhin hochwertige Teile für ihre Fahrzeuge erhalten.

Welche Strategien empfehlen Sie Werkstätten, um diese Herausforderungen zu meistern?

Werkstätten sollten OEM-Teileaktionen und Treueprogramme nutzen. Sie sollten prüfen, was über die führenden Bestellplattformen für Teile verfügbar ist – dort gibt es zum Beispiel 50 $ Rabatt auf einen Teile-Warenkorb im Wert von 250 $. Solche Aktionen helfen Werkstätten, ihre Kosten niedrig zu halten, und sorgen zugleich dafür, dass sie weiterhin hochwertige Teile verwenden – wichtig für die Sicherheit.

Werkstätten sollten OEM-Teileaktionen und Treueprogramme nutzen.

Wie stellen sich Autohäuser auf den Rückgang der Teileverkäufe ein?

Händler kämpfen mit denselben Schwierigkeiten. In den Teileabteilungen sind die Verkäufe zurückgegangen, deshalb setzen sie auf neue Marketinglösungen, um Werkstätten und Kunden ohne jüngste Bestellungen zurückzugewinnen. Mit Marketingkampagnen holen sie diese Kunden zurück, indem sie Aktionen anbieten und zu Folgekäufen anregen.

Welchen Rat geben Sie Werkstätten, die mit diesen Marktbedingungen umgehen müssen?

Konzentrieren Sie sich weiter auf die Kundenzufriedenheit. Auch in der Flaute ist es entscheidend, weiterhin hochwertigen Service zu liefern. Kunden merken sich das, und wenn der Markt wieder anzieht, sind diese Beziehungen wichtiger denn je. Werkstätten sollten außerdem verfügbare Aktionen konsequent nutzen. Damit meistern sie diese Herausforderungen, halten die Kosten niedrig und müssen dabei keine Qualitätseinbußen hinnehmen.

Können Sie ein Kundenbeispiel nennen, das diese Strategien zeigt?

Ein hervorragendes Beispiel ist die Partnerschaft zwischen RepairLink und Shopmonkey. Dank der Integration können Werkstätten OEM-Teileinformationen mit einem Klick direkt in ihr Werkstattmanagementsystem übernehmen – die manuelle Dateneingabe entfällt. Das hat Werkstätten geholfen, effizienter zu arbeiten, Fehler zu reduzieren und ihren Kunden weiterhin die hochwertigen Teile zu bieten, die sie brauchen. Davon profitieren alle Beteiligten.

Die Expertin im Porträt

Stephany Love, OEC Senior Product Manager, Mechanical, verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung in der Software- und Kfz-Großhandelsbranche. Stephany verantwortet RepairLink, die OEC-Plattform für die Bestellung und Verwaltung von Kfz-Teilen, und treibt Weiterentwicklung und strategischen Ausbau der Plattform voran. Im Lauf ihrer Karriere hat Stephany enge Beziehungen zu Werkstätten und Händlern aufgebaut. Das verschafft ihr wertvolle Einblicke in beide Seiten der Ersatzteilbeschaffung und macht sie zu einer Expertin für den Großhandel mit Kfz-Teilen.