Der Stand der Reparaturplanung in Karosseriewerkstätten
Erfahren Sie, was die neuesten Daten von RepairLogic über Nachträge, Nacharbeit und Dokumentation verraten und warum eine vollständige Reparaturplanung zur Grundlage für sicherere und besser belegbare Reparaturen wird.
Was uns die Daten aktuell sagen
Die Reparaturplanung war schon immer Teil des Unfallreparaturprozesses. Was sich ändert, ist ihr Einfluss auf alles, was danach folgt. Erkenntnisse aus dem neuesten Repair Planning Field Report von OEC zeigen ein klares Muster.
Viele der häufigsten betrieblichen Probleme, mit denen Werkstätten heute zu tun haben – darunter Nachträge, Nacharbeit, Verzögerungen und Streit um die Dokumentation –, lassen sich oft darauf zurückführen, wie vollständig und einheitlich der Reparaturplan zu Beginn des Auftrags war.
Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, auf die Werkstätten achten sollten:
Sicherheit beginnt mit der Planung, nicht mit dem Kostenvoranschlag
Werkstätten sprechen über Sicherheit häufig im Sinne von Erfahrung oder Tempo. Unsere jüngsten Umfragedaten zu RepairLogic legen nahe, dass Sicherheit enger damit zusammenhängt, wie gut die Reparatur geplant ist:
- Über die Hälfte der befragten Reparaturteams berichtete von mehr Sicherheit, nachdem sie ihre Reparaturplanung verbessert hatten
- 52 % meldeten weniger Reklamationen
- Fast die Hälfte verzeichnete einen Rückgang bei den Nachträgen
Wenn die erforderlichen Reparaturverfahren von Anfang an klar benannt sind, wirken Reparaturentscheidungen weniger reaktiv und lassen sich gegenüber Versicherungspartnern besser begründen.
Übersehene verknüpfte Reparaturverfahren reißen Lücken in den Reparaturplan
Je fortschrittlicher Fahrzeuge werden, desto weniger reicht es aus, sich auf das Gedächtnis oder eine oberflächliche Recherche zu verlassen. Das ist wichtig, denn die Reparaturverfahren in OEM enden nur selten beim ersten Arbeitsschritt.
Diese verknüpften Reparaturverfahren lassen sich leicht übersehen, gerade wenn bei Reparaturen ADAS, Kalibrierungen und Sicherheitssysteme im Spiel sind. Sie werden nur selten absichtlich ausgelassen, doch das hat im weiteren Reparaturprozess spürbare Folgen.
So schnell summieren sich die erforderlichen Arbeitsschritte:
- 64 % der Reparaturverfahren in RepairLogic enthalten verknüpfte Reparaturverfahren
- 6 zusätzliche erforderliche Arbeitsschritte werden in einem einzigen Arbeitsgang ausgelöst
64 % der Reparaturverfahren in RepairLogic enthalten verknüpfte Reparaturverfahren
6 zusätzliche erforderliche Arbeitsschritte werden in einem einzigen Arbeitsgang ausgelöst
Eine überhastete Reparaturplanung kostet später oft mehr Zeit
Zeitmangel ist einer der häufigsten Gründe, warum Werkstätten die Reparaturplanung überspringen oder überhastet erledigen.
Die jüngsten Umfragedaten zu RepairLogic stellen die Vorstellung infrage, dass eine vollständige Planung zeitaufwendig sei, und zeigen:
- 75 % der befragten Werkstätten erstellen vollständige Reparaturpläne in weniger als 30 Minuten
- 47 % erledigen das in 15 Minuten oder weniger
- Vor RepairLogic gaben 45 % an, dass die Reparaturplanung mit anderen Werkzeugen mehr als 30 Minuten dauerte
Wer Arbeitsschritte überspringt, um Zeit zu sparen, handelt sich oft Nachträge und Nacharbeit ein, die insgesamt mehr Zeit und Ressourcen kosten.
Für einen tieferen Einblick in die Daten und Trends, die die Reparaturplanung prägen,
lesen Sie den vollständigen Field Report von RepairLogic.
Dokumentation hilft, Reparaturentscheidungen zu begründen
Bei der Reparaturplanung geht es längst nicht mehr nur darum, zu ermitteln, was zu tun ist. Es geht auch darum, klar zu erklären, warum.
Eine klare, durch OEM-Unterlagen belegte Dokumentation gibt Teams einen gemeinsamen Bezugspunkt. Sie verringert zudem das Hin und Her in der Kommunikation und hilft, Diskussionen auf Anforderungen statt auf Meinungen zu konzentrieren.
Die Daten zeigen, wie das in der Praxis aussieht:
- 73 % der Werkstätten berichteten von besseren Gesprächen mit Schadensregulierern
- 67 % derjenigen, die Reparaturpläne nach der Übergabe prüfen, tun dies zur Qualitätskontrolle, zur Schulung oder zur Einhaltung von Vorgaben
Reparaturpläne sind heute sichtbarer und lassen sich leichter teilen
Da Werkstätten immer vollständigere Reparaturpläne erstellen, geben sie diese Pläne auch breiter weiter. Zum Beispiel:
- Reparaturpläne werden regelmäßig mit Technikern, Versicherern und Kunden geteilt
- Seit der Einführung der QR-Code-Funktion im Sommer 2025 haben Nutzer von RepairLogic mehr als 13.000 teilbare Reparaturpläne erstellt, die im Schnitt 3-mal pro Plan gescannt wurden
Diese Sichtbarkeit verändert die interne Verantwortlichkeit und hilft Technikern zu verstehen, nicht nur was zu tun ist, sondern auch warum es darauf ankommt.
Was das für Werkstätten bedeutet
Werkstätten leisten diese Arbeit bereits. Wenn die Reparaturplanung einheitlicher ist und eine belastbarere Dokumentation umfasst, treten im weiteren Reparaturprozess weniger Probleme auf.
Die Reparaturplanung wird zunehmend zur Grundlage für sicherere Reparaturen, reibungslosere Kommunikation und fundierte Entscheidungen, die auch lange nach der Übergabe des Fahrzeugs Bestand haben.
Für einen tieferen Einblick in die Daten und Trends, die die Reparaturplanung prägen,
lesen Sie den vollständigen Field Report von RepairLogic.